Babynahrung: Welche Kost ist die beste fürs Kind?

Von Nassauische Sparkasse Redaktion

Babynahrung: Welche Kost ist die beste fürs Kind?

Muss ich unbedingt stillen oder ist Flaschennahrung nicht ebenso nahrhaft? Wann ist mein Kind reif für die Beikost und was darf es essen? Selber kochen oder Gläschen? Brei oder Baby Led Weaning? Wenn es um die Ernährung ihres Kindes geht, sind frischgebackene Eltern oft verunsichert. Was ist denn nun der beste Weg?

Stillen! Wenn es geht

Dass Muttermilch die beste Nahrung für ein Baby ist und seine Entwicklung am besten unterstützt, ist mittlerweile unbestritten. Doch das war nicht immer so: Noch vor wenigen Jahrzehnten rieten Mediziner und Ernährungsexperten zu künstlicher Babynahrung, warnten vor hoher Keim- und Schadstoffbelastung der Muttermilch. Ein Irrglaube, wie man heute weiß. So empfiehlt die WHO seit Jahren, Babys ab Geburt mindestens 12 Monate, besser sogar 24 Monate zu stillen. Beikost sollte erst ab dem 6. Monat langsam zusätzlich gefüttert werden. Die Vorteile der Muttermilch und des Stillens im Überblick:

  • Die Zusammensetzung der Muttermilch entspricht immer genau dem Bedarf des Säuglings.
  • Sie ist reich an Fett und Wasser und stellt eine ausgewogene Mischung aus Vitaminen und Mineralstoffen bereit.
  • Sie enthält Antikörper aus dem Immunsystem der Mutter, die die Entwicklung des kindlichen Immunsystems fördern.
  • Sie unterstützt die Ausbildung einer gesunden Darmflora.
  • Sie hat stets die perfekte Temperatur und ist immer verfügbar.
  • Sie schützt vor Krankheiten und mindert das Risiko des plötzlichen Kindstods
  • Stillen stärkt die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind und unterstützt eine gesunde psychische Entwicklung des Säuglings.

Trotz dieser offensichtlichen Vorteile der Muttermilch müssen oder wollen viele Mütter auf künstliche Babynahrung zurückgreifen – und das ist auch völlig in Ordnung. Ernährungsphysiologisch schneidet Babynahrung im Test sehr gut ab. Moderne Säuglingsnahrung versorgt das Baby mit allem Nötigen. Nähe und ein inniges Verhältnis lassen sich auch mit der Flasche herstellen. Kann eine Mutter also aus gesundheitlichen oder aus zeitlichen Gründen nicht stillen, sollte sie kein schlechtes Gewissen haben. Es gibt sogar einen Vorteil beim Füttern mit der Flasche: Es ist nicht exklusiv der Mutter vorbehalten.

Verzichten sollten Sie allerdings auf Folgemilch. Sie enthält in der Regel zu viel Zucker und ist ernährungsphysiologisch völlig unnötig. Mit ungefähr 6 Monaten wird Ihr Baby Ihnen signalisieren, dass es reif für die Beikost ist. Bis dahin sollten Babymilch oder Muttermilch die einzige Nahrung sein, die es zu sich nimmt. Während Sie die Beikost langsam einführen, stillen Sie einfach nach Bedarf weiter oder geben Sie die Flasche mit einer Babynahrung.

Der steinige Weg zur Beikost

Die Mediziner empfehlen, frühestens ab dem 6. und spätestens im 7. Monat mit der Einführung der Beikost zu beginnen. In dieser Zeit ist das Risiko am geringsten, dass das Kind Allergien entwickelt. Voraussetzung ist, dass währenddessen (nach Möglichkeit) weitergestillt wird. Was aber, wenn Ihr Kind in dem Alter noch nicht beikostreif ist? Ganz einfach: Stressen Sie sich nicht. Die Empfehlungen der Mediziner basieren alle auf Durchschnittswerten. Manche Kinder sind eben erst ein oder zwei Monate später soweit.

Daran erkennen Sie, ob Ihr Baby reif für die Beikost ist:

  • Es kann (mit Hilfe) aufrecht sitzen.
  • Der Zungenstoßreflex ist weg oder nur noch schwach ausgeprägt.
  • Das Baby kaut vermehrt auf Gegenständen herum.
  • Es zeigt gesteigerten Appetit, will häufiger gestillt werden.
  • Es zeigt Interesse am Essen der Erwachsenen.

Auch wenn all diese Punkte zutreffen, wird Ihr Baby anfangs keine großen Mengen verschlingen. Es nimmt vielleicht ein oder zwei Löffel an und spuckt alles weitere wieder aus. Bereiten Sie also nicht zu viel zu und lassen Sie Ihr Kind die Nahrungsmenge ganz nach seinem Bedarf langsam steigern.

Tipp: Füllen Sie den übriggebliebenen Brei in Eiswürfelformen und frieren Sie diese ein. So haben Sie immer kleine Portionen parat, die Sie einfach schnell auftauen können.

Meist werden schrittweise verschiedene Breie eingeführt, die dann nach und nach eine Milchmalzeit ablösen. Ob Sie den Brei selber zubereiten oder fertige Gläschen kaufen, macht ernährungsphysiologisch keinen Unterschied. Ihr Baby ist mit beiden Varianten gut versorgt. Nur sollten Sie bei Fertignahrung darauf achten, dass diese nur natürliche Zutaten enthält und kein Zucker zugesetzt wurde. Immer öfter entscheiden sich Eltern heute für das sogenannte Baby Led Weaning, also das vom Baby bestimmte Essen. Hierfür werden weichgedünstete Gemüsesticks angeboten, die das Baby selbstständig mit den Händen isst. Auch eine Kombination beider Wege ist möglich. Probieren Sie einfach aus, was Ihr Kind am besten annimmt.

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