So fördert die KfW Photovoltaik-Anlagen

So fördert die KfW Photovoltaik-Anlagen

Unabhängig von großen Stromkonzernen sein und nebenbei auch noch etwas für die Umwelt tun – das können Haus- und Grundbesitzer mithilfe der Sonnenenergie. Ob im Kleinformat für den Eigenbedarf oder als umfangreicheres Großprojekt für mehrere Haushalte bzw. für ein größeres Unternehmen – saubere Energie wird von der KfW gefördert. Dafür vergibt sie günstige Darlehen für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage. Die installierte Nennleistung von Photovoltaik hat sich in Deutschland zwischen 2005 und 2015 mehr als verzwanzigfacht. Mit fast 40.000 Megawatt Spitzenleistung stand die Bundesrepublik im Jahr 2015 innerhalb Europas auf dem unangefochtenen Spitzenplatz.

 

Photovoltaik – was ist das?

Die KfW fördert Photovoltaik. Aber was genau ist das überhaupt? Gemeinhin versteht man unter diesem Begriff die Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie. Gewonnen wird die Energie aus dem Sonnenlicht, das von Solarzellen eingefangen und in Strom umgewandelt wird. Die Solarzellen bestehen zumeist aus dem Grundmaterial Silicium, das für den Einsatz in der Stromgewinnung ideal geeignet ist.

Die Photovoltaik hatte lange den Ruf, vergleichsweise teuer zu sein. Mittlerweile werden die Anlagen aber immer günstiger, und Fördermaßnahmen wie der KfW-Kredit für Photovoltaik tun ihr Übriges, um die Stromerzeugung durch Sonnenenergie noch erschwinglicher zu machen.

Warum fördert die KfW den Bau von Photovoltaik-Anlagen?

Die KfW ist eine staatliche Förderbank, deren Ziel es ist, den Mittelstand zu fördern. Dazu gehören Fördermaßnahmen für Existenzgründungen, Investitionskredite und Infrastrukturmaßnahmen. Für die private Wohnraumförderung gibt es die KfW-Förderung für den Hauskauf sowie das Energieeffizienzprogramm für den Hausbau und die Sanierung von Wohnraum nach neuesten Energiesparstandards. Zu den förderungswürdigen Maßnahmen gehören auch verschiedene Umwelt- und Klimaprojekte.

Die KfW fördert überwiegend in Form von zinsgünstigen Krediten, teils auch mit Tilgungszuschüssen. Für die Errichtung neuer Photovoltaik-Anlagen hat die KfW das Programm mit der Nummer 270 – „Erneuerbare Energien Standard – Photovoltaik“ – entwickelt. Dazu gehört die Förderung des Baus von Photovoltaik-, Wasser- und Windkraft-Anlagen sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die aus fester Biomasse, Biogas oder Erdwärme Energie erzeugen. Außerdem werden die erforderlichen Anlagen zur Erzeugung, Aufbereitung, Speicherung und Einspeisung der entsprechenden Ausgangsstoffe bezuschusst.

Wussten Sie, dass …
… im Jahr 2016 rund sechs Prozent des erzeugten Stroms aus Photovoltaik-Anlagen stammten? Und dieser Anteil steigt weiter.“
(Quelle: AGEB, 2016)

Wer wird gefördert?

Prinzipiell kann fast jeder die KfW-Förderung für Photovoltaik beantragen. Dafür ist es unerheblich, ob es sich um ein privat genutztes Gebäude handelt oder ob die Anlage zur Energieversorgung eines Betriebes dienen soll. Voraussetzung ist, dass ausreichend Platz für die Anlage zur Verfügung steht und dass der Antragsteller berechtigt ist, diesen Platz zu nutzen. Hauseigentümer können beispielsweise eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach montieren, Grundbesitzer wie Landwirte können Parzellen auf ihren Ländereien dafür nutzen. Wer mit seiner Photovoltaik-Anlage allerdings mehr Strom erzeugen möchte, als er selbst verbraucht, um den Überschuss gewinnbringend ins öffentliche Netz einzuspeisen, muss sich darüber im Klaren sein, dass er dann als Unternehmer tätig wird.

Privatpersonen können die Photovoltaik-Förderung der KfW mit den Programmen „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ (Produktnummer 151 und 152) und „Energieeffizientes Bauen (Produktnummer 153) kombinieren.

Wie sieht die KfW-Förderung für Photovoltaik aus?

Die KfW fördert Photovoltaik per Darlehen. Es werden Projekte von bis zu 50 Millionen Euro zu 100 Prozent gefördert. Die genauen Kreditkonditionen hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • Standort
  • Wirtschaftliche Verhältnisse des Antragstellers
  • Qualität der Sicherheiten

Das KfW-Darlehen für Photovoltaik wird nicht bei der KfW direkt beantragt, sondern bei der Hausbank des Antragstellers. Mit ihr werden auch die genauen Konditionen ausgehandelt. Die KfW gibt den maximalen Zinssatz, die Laufzeit inklusive Anlaufzeit und die tilgungsfreien Jahre sowie eine Bereitstellungsprovision vor. Der KfW-Kredit für Photovoltaik muss vor Auftragsbeginn beantragt und innerhalb von zwölf Monaten nach der Zusage in Anspruch genommen werden. Möchten Sie von der KfW-Förderung für den Bau von Photovoltaik-Anlagen profitieren, sprechen Sie Ihren Naspa-Berater gerne darauf an. Er wird mit Ihnen die Möglichkeiten erörtern und Ihnen sämtliche zur Verfügung stehende Fördermaßnahmen vorstellen.