Sicheres Online-Banking: 10 wichtige Tipps

Sicheres Online-Banking: 10 wichtige Tipps

84 Prozent der Online-Banking-Nutzer betrachten Online-Banking als sicher. Das hat eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Banken im Februar 2017 ergeben. Ihre Sparkasse tut alles dafür, dass dieses Vertrauen auch weiterhin gerechtfertigt ist. Als Kunde können Sie viel dazu beitragen, dass Betrüger keine Chance haben. Wir nennen Ihnen zehn einfache, aber wirkungsvolle Tipps, mit denen Sie beim Online-Banking die Sicherheit erhöhen.

Tipp 1: Sichere Zugangsdaten

Für das Online-Banking bei der Naspa benötigen Sie einen Anmeldenamen oder eine Legitimations-ID und eine PIN. Wählen Sie Zugangsdaten, die nicht einfach zu erraten sind. Nicht besonders sicher sind zum Beispiel Ihr Name oder ein wichtiges Datum wie Ihr Geburts- oder Hochzeitstag. Denken Sie sich stattdessen etwas aus, das keinen persönlichen Bezug zu Ihnen hat, und verwenden Sie Klein- und Großbuchstaben, Ziffern sowie Sonderzeichen. Nutzen Sie diese Anmeldedaten ausschließlich für den sicheren Online-Banking-Bereich und nicht für weitere Websites. Speichern Sie Ihre Login-Daten nicht auf dem Computer, Tablet oder Smartphone.

Tipp 2: Tageslimit einstellen

Bei der Sparkasse haben Sie Möglichkeit, für Online-Transaktionen ein Tageslimit einzustellen. So können Sie nur einen bestimmten Betrag am Tag überweisen. Ist dieser ausgeschöpft, werden weitere Überweisungen abgelehnt. Dadurch verhindern Sie, dass Kriminelle im Fall der Fälle hohe Summen von Ihrem Konto abbuchen. Das Tageslimit lässt sich bei Bedarf problemlos anpassen.

Tipp 3: Die Browserzeile überprüfen für sicheres Online-Banking

Internetkriminelle kopieren oftmals bestehende Websites und versuchen auf diese Weise, an Ihre Zugangsdaten zu gelangen. Achten Sie beim Online-Banking also ganz genau darauf, dass Sie sich auf der richtigen Website befinden. Geben Sie die Adresse der Naspa, www.naspa.de, immer per Hand ein, anstatt auf einen Link zu klicken. Die Adresszeile Ihres Browsers gibt Ihnen außerdem wichtige Hinweise darauf, ob eine Seite sicher ist:

  • Gesicherte Verbindung: Die Adresse der Website beginnt mit „https“, nicht mit „http“. Dies bedeutet, dass es sich um eine verschlüsselte Verbindung handelt, bei der Unberechtigte nicht auf Ihre Daten zugreifen können.
  • Website mit Zertifikat: Sichere Websites haben in der Browserzeile das Symbol eines geschlossenen Schlosses. Klicken Sie darauf, wird Ihnen ein Sicherheitszertifikat angezeigt. Überprüfen Sie, ob der Name der Website mit dem Betreiber der Website übereinstimmt und welche Zertifizierungsstelle das Zertifikat bestätigt hat. Bei Unstimmigkeiten erhalten Sie eine Fehlermeldung des Browsers.
  • Farbe der Browserzeile: Ist das Zertifikat in Ordnung, sind die Browserzeile oder Teile des enthaltenen Textes grün eingefärbt. Ist die Website nicht sicher, werden sie rot dargestellt.

Ist die Browserzeile rot eingefärbt? Warnt der Browser Sie davor, diese Seite zu besuchen? Sieht die URL anders aus als sonst? Brechen Sie den Seitenbesuch ab und geben Sie auf keinen Fall Ihre Anmeldedaten oder andere persönliche Daten ein!

Wussten Sie, dass …
… Online-Banking bei jungen Menschen besonders beliebt ist? 70 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen es.“
(Quelle: Bankenverband/GfK, 2017)

Tipp 4: Überweisungsdaten kontrollieren

Die Naspa verwendet mit chipTAN und pushTAN zwei Verfahren, die beim Online-Banking hohe Sicherheit bieten. Trotzdem gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Führen Sie eine Transaktion durch, erhalten Sie neben der TAN weitere Informationen zu der Überweisung, zum Beispiel einige Daten des Empfängers. Überprüfen Sie diese in der App oder auf dem TAN-Generator, bevor Sie die Transaktion endgültig mit der TAN freigeben.

Tipp 5: Nach dem Online-Banking ausloggen

Haben Sie Ihre Online-Bankgeschäfte erledigt, schließen Sie nicht einfach das Browserfenster. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Abmelden“ und leeren Sie anschließend den Cache Ihres Internetbrowsers. Viele Browser haben einen privaten oder Inkognito-Modus, in dem keine Daten im Cache gespeichert werden. Sie hinterlassen folglich weniger Spuren, die Betrüger nachverfolgen könnten.

Hinweis: Sie sind im Online-Banking angemeldet und haben vergessen, das Fenster zu schließen? Für Ihre Sicherheit beim Online-Banking loggen wir Sie automatisch aus, wenn Sie auf der Website 12 Minuten lang nicht aktiv gewesen sind.

Tipp 6: Kontoauszüge prüfen

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge, um auffällige Transaktionen rechtzeitig zu bemerken. Sie wollen sofort wissen, wenn etwas auf Ihrem Konto passiert? Aktivieren Sie den kostenlosen Kontowecker im Online-Banking. Stellen Sie ein, bei welchen Arten von Transaktionen der Kontowecker Sie per E-Mail, SMS oder Push-Nachricht informieren soll, zum Beispiel bei Abbuchungen, Überweisungen oder Kartenzahlungen.

Tipp 7: Antivirensoftware installieren

Installieren Sie auf Ihrem Rechner ein Antivirenprogramm und eine Firewall. Nutzen Sie auch andere Geräte fürs Internet-Banking, zum Beispiel ein Smartphone oder Tablet, sollten Sie diese ebenfalls schützen. So verhindern Sie, dass Viren oder Trojaner Ihren Computer beschädigen oder Sie ausspionieren. Da sich die Bedrohungen für Ihren Rechner ständig ändern, sollten Sie die Software regelmäßig aktualisieren.

Tipp 8: Betriebssystem und Software aktuell halten

Veraltete Browser weisen Sicherheitslücken auf, die Kriminelle ausnutzen könnten. Verwenden Sie für sicheres Online-Banking immer einen aktuellen Internetbrowser. Das Gleiche gilt für das Betriebssystem selbst sowie andere installierte Anwendungen. Die Hersteller veröffentlichen regelmäßig Aktualisierungen und Sicherheitsupdates, die Sie möglichst schnell installieren sollten, damit Ihr Computer geschützt ist.

Tipp 9: Sicheres Online-Banking: Am besten zu Hause

Im Café im öffentlichen WLAN mit dem Smartphone eine dringende Überweisung durchführen? Im Computerraum der Uni-Bibliothek schnell den Kontostand checken? Besser nicht. Da Sie nicht wissen, ob der Computer und die Internetverbindung gesichert sind, sollten Sie das Online-Banking besser auf später verschieben. Statten Sie Ihr WLAN-Netz unbedingt mit einem sicheren Übertragungsstandard sowie einem ebensolchen Passwort aus und verwenden Sie nur Ihre eigenen Geräte fürs Internet-Banking.

Tipp 10: Wachsam sein

Schließlich erhöht auch eine gute Portion gesunden Misstrauens die Sicherheit beim Online-Banking. Betrüger versuchen, über sogenannte Phishing-Mails an sensible Daten zu gelangen. Sie gestalten dabei ihre E-Mails so, dass sie wie offizielle E-Mails – zum Beispiel von der Sparkasse – aussehen. Darin sprechen sie Sie womöglich gar mit Ihrem korrekten Namen an. Sie fordern Sie dazu auf, Ihre PIN oder Ihren Online-Banking-Zugang zu nennen, einen Link anzuklicken (der etwa zu einer gefälschten Seite mit Anmeldemaske führt) oder etwas herunterzuladen. Kommen Sie dem auf keinen Fall nach! Ihre Sparkasse wird niemals per E-Mail nach Ihren Daten fragen. Sie wissen nicht, was es mit einer E-Mail auf sich hat? Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrem Naspa-Berater nach, ob die E-Mail tatsächlich von der Nassauischen Sparkasse stammt.

Seien Sie generell aufmerksam, wenn Sie Ihre E-Mails lesen! Klicken Sie nicht auf fremde Links und laden Sie keine Dateianhänge herunter, deren Herkunft Sie nicht kennen! Diese können schädliche Software enthalten, die zum Beispiel Ihren Computer ausspioniert. Dasselbe gilt für Computerprogramme und Smartphone-Apps: Installieren Sie sie nur, wenn sie aus sicherer Quelle stammen.